Natürliche Gesichtscreme selber machen – Basisrezept für Einsteiger

Hautpflege ist Chemie – aber du brauchst kein Labor. Du musst keine Chemikerin sein, um eine Gesichtscreme herzustellen, die sich luxuriös anfühlt und wirklich wirkt. Hier findest du eine smarte, anfängerfreundliche Formel mit echter Wirkung und leicht erhältlichen Zutaten.

Diese Anleitung richtet sich an alle, die verstehen wollen, was sie auf ihre Haut geben – und die Freude daran haben, selbst Pflege zu kreieren, die wirkt.

Selbstgemachte Gesichtscreme mit Rosenwasser und Jojobaöl in einem Glastiegel auf hellem Untergrund

Was macht eine Creme stabil und hautfreundlich?

Eine echte Creme ist mehr als nur geschmolzene Öle. Sie ist eine Emulsion – das Zusammenspiel von Wasser und Öl, verbunden durch einen Emulgator. So entsteht eine Pflege, die angenehm auf der Haut liegt und Feuchtigkeit bewahrt.

Das brauchst du

  • Wasserphase: Rosenwasser, Aloe-Vera-Saft oder Hydrolate
  • Ölphase: Jojobaöl, Mandelöl oder Squalan
  • Emulgator: Verbindet beide Phasen – z.B. Olivem 1000
  • Optionale Wirkstoffe: Für zusätzlichen Pflegeeffekt, etwa Panthenol oder pflanzliche Extrakte
  • Konservierungsmittel: Unverzichtbar bei wasserhaltigen Rezepturen – z.B. Geogard 221

Ein kurzer pH-Test lohnt sich immer – einfache pH-Teststreifen reichen völlig aus.

Basisrezept für Gesichtscreme (100 g)

Phase A – Wasserphase (70,2 %)

Phase B – Ölphase (23 %)

Phase C – Abkühlphase (6,8 %)

Werkzeuge, die du brauchst

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Erhitze Phase A und Phase B getrennt auf 70 °C im Wasserbad.
  2. Gib Phase B langsam in Phase A und rühre dabei kontinuierlich.
  3. Emulgiere die Mischung 2–3 Minuten mit einem Milchaufschäumer oder Handmixer.
  4. Lass sie auf etwa 40 °C abkühlen und füge dann Phase C hinzu.
  5. Überprüfe den pH-Wert und passe ihn gegebenenfalls mit Zitronensäurelösung an.
  6. Fülle die Creme in saubere Glastiegel und lass sie 24 Stunden ruhen, bevor du die Textur prüfst.

Tipps für Einsteigerinnen

  • Desinfiziere alle Werkzeuge gründlich – auch bei DIY-Projekten.
  • Starte mit kleinen Mengen (50–100 g) zum Testen.
  • Notiere deine Schritte – Formulieren lernt man durch Erfahrung.
  • Konservierungsmittel sind Pflicht bei wasserhaltigen Produkten.
  • Die Creme wird beim Abkühlen dicker – bleib geduldig!

Deine Creme, dein Rezept, dein Rhythmus

Wenn du deine eigene Creme herstellst, entscheidest du, was auf deine Haut kommt – über Textur, Duft und Wirkung. Du kopierst keine Anleitung, du lernst ein Handwerk. Diese Basisformel ist nur der Anfang.

Alles für deine DIY-Gesichtscreme

Diese Produkte verwende ich selbst – alle über Amazon erhältlich.

Zutaten

Rosenwasser

Basis der Wasserphase – duftet wunderbar und beruhigt die Haut.

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Jojobaöl

Leichtes Pflegeöl, das der Haut ähnelt und gut einzieht.

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Squalan

Ultraleicht, nicht komedogen und für alle Hauttypen geeignet.

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Glycerin

Feuchtigkeitsbinder – hält die Haut geschmeidig.

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Olivem 1000

Pflanzlicher Emulgator – verbindet Wasser- und Ölphase sanft.

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Panthenol

Beruhigt, regeneriert und stärkt die Hautbarriere.

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Aloe Vera Extrakt

Kühlt, spendet Feuchtigkeit und unterstützt die Regeneration.

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Xanthan

Natürlicher Verdicker für die Wasserphase.

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Geogard 221

Mildes Konservierungsmittel – Pflicht bei wasserhaltigen Rezepturen.

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Werkzeuge

Bechergläser (hitzebeständig)

Zum getrennten Erhitzen der Phasen.

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Küchenwaage (0,1 g)

Präzises Abwiegen ist das A und O beim Formulieren.

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Thermometer

Damit du die Temperatur genau triffst.

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Milchaufschäumer

Perfekt zum Emulgieren kleiner Mengen.

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pH-Teststreifen

Schnelle Kontrolle, ob der pH-Wert stimmt.

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Glastiegel

Zum hygienischen Abfüllen deiner fertigen Creme.

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